30. November 2025 | Allgemein

Packendes Berner Derby

Das Duell zwischen dem DHC Lyss und dem EHC Thun war ein packendes Drama voller Höhen und Tiefen – ein Spiel, das niemanden kaltliess. Schon nach wenigen Sekunden mussten die Lysserinnen den ersten Gegentreffer hinnehmen. Doch anstatt zu resignieren, antworteten sie mit Herz und Leidenschaft. Sara Stettler und Norah Voirol kombinierten sich traumhaft durch die Reihen der Oberländerinnen zum Ausgleich. Nachdem die Thunerinnen durch die Ex-Lysserin Nadja Gäggeler erneut in Führung gingen, fasste sich Nadine Hügi ein Herz und setzte mit ihrem satten Schuss zum neuerlichen Ausgleich ein starkes Zeichen: Wir geben nicht auf!

Im zweiten Drittel schienen die Thunerinnen das Momentum auf Ihrer Seite zu haben, doch das Heimteam kämpfte sich mit unbändigem Willen zurück. Die 15-jährige Norah Voirol lancierte herrlich die um ein Jahr jüngere Melina Schüpbach, die im Stile einer Routinierin eiskalt vollstreckte. Auch nachdem die Thunerinnen kurz vor der Pause erneut trafen, blieb die Partie ein offener Schlagabtausch, geprägt von Emotionen und fühlbarer Spannung .

Das letzte Drittel wurde zur Nervenschlacht. Chancen auf beiden Seiten, Überzahlsituationen, Paraden – und mittendrin eine überragende Nina Thomet, die ihr Team mit unglaublicher Ruhe im Spiel hielt. Als Jelena Sonderegger knapp 10 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den vielumjubelten Ausgleich erzielte, explodierte die Freude auf den Rängen. 4:4 – die Spannung stieg und stieg. Jedes Tor konnte nun das Spiel entscheiden.

In der Overtime blieb die Spannung unerträglich hoch, doch kein Team konnte den entscheidenden Treffer landen. Alles hing am Penaltyschießen. Und hier zeigte sich die wahre Größe von Nina Thomet: Sie hielt jeden Versuch der Thunerinnen und wurde zur Heldin des Abends. Auf der anderen Seite trat Chloé Châtelain an – und verwandelte eiskalt. Der Jubel kannte keine Grenzen, der 5:4-Sieg war perfekt!

Dieses Spiel war mehr als nur ein Sieg. Es war ein Beweis für Kampfgeist, Zusammenhalt und die unerschütterliche Leidenschaft der Lysserinnen. Ein Abend, der in Erinnerung bleibt – weil er zeigt, was es bedeutet, mit Herz und Seele für den Verein zu spielen.

Melina Schüpbach (vorne) und Norah Voirol
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